Am Sonntag kam der Nikolaus

10.12.2019

In der Adventszeit ist der 2. Sonntag im Dezember „jour fix“ beim Reiterverein Bad Friedrichshall und so durften sich die Bad Friedrichshaller Pferdefreunde am 08.12.2019, ab 15.00 Uhr auf eine kleine, kurzweilige Feier rund ums Pferd freuen.

Bevor der 1. Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Beger, die Gäste begrüßte, stellte Martin Hasler auf seinem Rappen, den Friesen Foppe wie jedes Jahr die Vereinsstandarte vor. Eskortiert wurde er von Julia Hekler auf A‘Souvenir und Jessica Hekler auf Doran.

Nach dem gemeinsam gesungenen Nikolauslied „Morgen, Kinder wird`s was geben“ konnte schon der 1. Programmpunkt beginnen.

Melissa Bauer und Diana Seidel hatten ihren Pferden, dem braunen Schulpferd Urmel und Dianas Fuchs Leopold Nikolausmützen mit Rentiergeweih aufgesetzt und zeigten ein eindrucks- und schwungvolles Spring-Pas-de-Deux über ca. 80cm hohe Hindernisse.

Nach Beendigung dieser flotten Vorführung wurde der Parcours von vielen fleißigen Helfern abgebaut und 13 Voltigierkinder konnten mit ihrer Trainerin Melissa Adamek in die von Kathrin Seidel und ihrem Team weihnachtlich geschmückte Reithalle einlaufen.

Auch sie hatten sich mit roten Nikolausmützen und farblich passenden Pullis dem Anlass entsprechend gewandet. Schulpferd Jane, eine schwarz gepunktete, weiße Appalosastute, ließ die kleinen Voltis, die Solo- und Zweierübungen zeigten, geduldig auf ihrem Rücken turnen. Unterstützt wurde Melissa Adamek von engagierten Vätern und Müttern, die dafür sorgten, dass jedes Kind in der richtigen Reihenfolge auf‘s Pferd kam.

Im Anschluss daran waren wieder fleißige Heinzelmännchen am Werk, die in Windeseile ein Dressurviereck aufbauten, denn nun war die Steckenpferdquadrille mit 15 „Reitern“ angesagt. Die kleinen und größeren Akteure trabten und galoppierten ihre Dressurübungen, die von Reitlehrerin Katharina Bock einstudiert wurden, durch‘s Viereck und bewiesen, dass man eine Quadrille auch gut per pedes absolvieren kann.

Das Dressurviereck wurde ebenso rasch wieder abgebaut, wie es aufgebaut wurde, denn Melissa Bauer und ihr Turnierpferd Doolittle, mit dem sie in den vergangenen Jahren schon viele Turniererfolge errungen hat, warteten schon auf ihren Einsatz. Melissa, ganz in blau gekleidet, und Dooli führten Aufgaben aus der L- und M-Dressur vor, wobei Melissa nicht nur auf einen Sattel, sondern gegen Ende ihrer Vorstellung auch auf das Zaumzeug verzichtete und ihren Dooli nur mit einem Halsriemen und Gewichtshilfen lenkte. Dies erfordert natürlich ein Urvertrauen der Reiterin zu ihrem Pferd – umgekehrt muss aber das Pferd seiner Reiterin bedingungslos vertrauen.

Nachdem Melissa und Dooli mit großem Beifall verabschiedet wurden, bekamen die Zuschauer ein kurzes Gelassenheitstraining zu sehen, das Katharina Bock und ihre Assistentin Franka Krüger mit einigen Helfern vorbereitet hatten. Beim Gelassenheitstraining werden Pferde an „Schrecksituationen“ gewöhnt, die beim Reiten plötzlich auftreten können, wie ein aufgeklappter Regenschirm, ein unbekanntes Hindernis auf dem Weg oder ein raschelndes Geräusch. Die Schulpferde Urmel, Jane und Ponyoma Funny ließen die Übungen gelassen und unaufgeregt über sich ergehen und harrten geduldig der Dinge, die da auf sie zukamen.

Aber nun wurde es langsam Zeit für den Nikolaus, denn die kleinen Zuschauer wurden bereits unruhig.

Martin Hasler hatte seinen Friesen Foppe schon eingespannt und mit Schellen- und Glockengeläut trabten Pferd, Kutscher und der in der Kutsche sitzende Nikolaus „Ho, Ho, Ho“ rufend, in die Halle, wo sie ein paar Ehrenrunden drehten.

Wieder ertönte das das bereits zu Beginn der Veranstaltung angestimmte Kinderweihnachtslied.

Einige kleine Besucher sagten ein kurzes Gedicht auf, das mit einem Schokoladennikolaus belohnt wurde. Bevor der Nikolaus seine Geschenke auspackte, bedankte er sich im Namen des Reitervereins bei den Stallmeistern Silvia und Matthias Beyerbach, den Reitlehrerinnen Gabi Auch, Melissa Bauer und Katharina Bock, sowie allen zahlreichen weiteren Helfern, die wieder ein Jahr lang für den Verein im Vorder– oder Hintergrund tätig waren.

Alle anwesenden Helfer und Kinder wurden mit süßen Geschenken bedacht. Dann bestieg der Nikolaus wieder seine Kutsche und verließ unter erneutem Schellengeläut die Reithalle.

In der Zwischenzeit hatten die Reitbeteiligungen die Pferde Jane, Urmel und Funny gesattelt, denn die Kinder warteten schon auf das beliebte „Pony-Reiten“, das noch eine ganze Weile in Anspruch nahm, bevor entweder mit dem Heimweg oder beim gemütlichen Zusammensein im Reiterstübchen ein ereignisreicher Nachmittag zu Ende ging.