Ausflug zur Hengstparade

03.11.2016

Herbstzeit ist Marbachzeit! Deshalb heuerte der Reiterverein am 02.10.2016 einen Bus mit Fahrer an und ca. 45 Mitglieder machten sich auf, um im Haupt- und Landesgestüt Marbach die traditionelle Hengstparade anzuschauen. Nach einer verregneten Fahrt trafen die Freunde des Reitsports pünktlich in Marbach ein, denn um 12:00 Uhr begann die große Show. Warm eingepackt und mit Regencapes versehen, trotzten die Zuschauer dem leichten Nieselregen und ließen sich die Freude an den Darbietungen nicht vermiesen.

Die Grußworte von Friedlinde Gurr-Hirsch und der Landesoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen Zerweck wurden umrahmt von der Bürgergarde „Gelbe Husaren“ in Uniform und hoch zu Ross und der Musikkapelle „Dapfen e.V.“.

Anschließend stellte das Gastland Italien seine Pferde und Reiter vor. Italien hatte aus den verschiedensten Regionen landestypische Pferde mitgebracht, die zwischen den traditionellen Showacts ihre spezifischen Einsätze zeigten.

Die Zuschauer konnten Tiroler Haflinger in vollem Galopp bewundern, die Rappen Apuliens waren als Dressur- oder Kutschpferde zu sehen, die Pferde aus der Emilia Romana stellten ein Showbild dar, das an einen zauberhaften Rummelplatz erinnerte, die Viehhirten aus der Po-Ebene waren nicht nur als Stuntmen unterwegs, sondern gaben auch Einblick in ihre tägliche Arbeit und das italienische Kaltblutpferd aus der Gegend um Ferrara bewies in unterschiedlichen Szenen seine Unerschrockenheit, Ruhe und Zuverlässigkeit. Natürlich kamen auch die Marbacher Hengste zum Zuge. So wurden die Tiere in verschiedenen Dressur- oder Fahrquadrillen dem Publikum vorgestellt: die Remonten (junge, dreijährige Pferde), die berühmten, ruhigen, verlässlichen „Schwarzwälder Füchse“ (schwere Kaltblüter mit dunklem Fell und weißblonder Mähne) mit ihren in Schwarzwälder Tracht gewandeten Reitern, die Kutschpferde vor den Brauereiwägen, die zum Teil als Viererzüge gefahren wurden, vier Akteure in Renaissance-Kostümen zeigten eine Szene aus der Landesgeschichte, die sich frei bewegen dürfenden kessen Jährlinge (alle in diesem Jahr geborene Fohlen) samt ihren Müttern, die Kutschfahrer mit ihren Vierergespannen, die rasanten, römischen Streitwagenlenker, die „ungarischen Postreiter“, die immer wieder gern gesehene freilaufende „silberne Herde“ (überwiegend weiße Araberstuten), die Springquadrille und abschließend die große Dressurquadrille. Beim „Jump and Drive“ (ein Team aus einem Reiter und einem Kutschgespann) wurde sogar ein Wettbewerb ausgetragen und bei der „Faszination Pferd“ wurden nochmals alle Facetten der Pferderassen und des Pferdesports und –einsatzes angesprochen. Während der vierstündigen Veranstaltung klarte sogar der Himmel auf und das Publikum konnte den Anblick der edlen Pferde in der Sonne genießen.

Nach Beendigung der Schau ging es zügig heimwärts. Gegen 18:30 Uhr trafen die Reitervereinsmitglieder wieder in Bad Friedrichshall am Mühlwörth ein, wo anschließend im Reiterstübchen bei Weißwurst und Bier noch Oktoberfest gefeiert wurde.